Digitalisierung verstehen, gestalten und gewinnbringend nutzen

Digitalisierung – ein aktuelles Problem

Eigentlich nicht! Tatsächlich ist Digitalisierung ein relativ alter Schuh. Es gibt sie bereits, seitdem Konrad Zuses (damals noch mechanischer) Computer Z1 im Jahr 1938 als erster Rechner mit digitalen Zahlen rechnete. Obwohl wir seither von immer mehr digitalen Produkten umgeben sind, ist die Wichtigkeit und Bedeutung der Digitalisierung, die von manchen Fachleuten auf dieselbe Stufe wie die Erfindung der Dampfmaschine gestellt wird, vom größten Teil der Bevölkerung und auch der Wirtschaft nicht in diesem Maße erkannt worden. Viele sehen Digitalisierung als neues Thema oder eher als neues Problem an, denn sie denken an das Schlagwort Digitalisierung, oder besser Digitaler Wandel, Digitale Transformation oder von mir aus auch Digitale Revolution, mit sehr gemischten Gefühlen.

Dies liegt zum einen daran, dass ihre Gegner die Digitalisierung immer in einem Atemzug mit Firmen-Bankrotten und Massenentlassungen nennen; zum anderen daran, dass unsere Politiker, die sich mit der Thematik auch nicht viel besser auskennen als der größte Teil der Bevölkerung, nicht die Fähigkeit haben, durch eine Anpassung der Politik oder zumindest durch umfassende Information der Bevölkerung, die Ursachen dieser „gemischten Gefühle“ zu beseitigen.

Es ist daher aus mehreren Gründen wichtig,dass wir uns mit der Digitalisierung besser auskennen lernen:

  • Zum einen sind selbst die Gegner sich mit den Befürwortern einigermaßen einig, dass gut ausgebildetes Fachpersonal tatsächlich von der Digitalisierung Nutzen ziehen kann.
  • Zum zweiten ist es für uns alle wichtig,dass wir uns besser mit der Thematik auskennen lernen, um fundiert darüber diskutieren und entscheiden zu können.
  • Und drittens ist es für die Zukunft unserer Kinder bedeutend, dass Deutschland den Anschluss an die USA und vor allem an China, das sich auf vielen Gebieten vom „Schwellenland“ schon längst zum Weltmarktführer entwickelt hat, nicht verliert.

 

Digitalisierung verstehen, gestalten und gewinnbringend nutzen

Tatsächlich hat die Digitalisierung verbunden mit den Fortschritten bei der Anwendung von „künstlicher Intelligenz“ (KI) das Potential, die Dampfmaschine als Entwicklungs- und Fortschrittsmotor noch zu übertreffen. Deutschland ist dabei eines der führenden Länder der Welt, wenn es um die Verfügbarkeit und um die Nutzung von digitalen Techniken geht. Der Ideenclub Signo-1-Saar e.V. möchte dazu beitragen, dass Deutschland auch bei der Erfindung und Entwicklung von digitalen Produkten wieder weiter voran kommt. Und zwar dadurch dass wir das Expertenwissen auf dem Bereich der Digitalisierung nicht nur einigen wenigen Spitzeninstituten und Großkonzernen überlassen wollen, sondern versuchen, in der Bevölkerung von Grundschulkindern bis zu Senioren die Angst vor dem Unbekannten abzubauen und das Interesse an den mannigfaltige Möglichkeiten der Digitalisierung zu wecken.

Bereits seit 2017 beschäftigen wir uns mit Verschmelzung von digitaler und realer Welt durch die Technik der Virtuellen Realität (Virtual Reality, VR), d.h. einer Nachbildung einer realen Umgebung im Computer. In einem Musterprojekt möchten wir hierzu das Unternehmer- und Technologiezentrm (UTZ) St. Wendel, das Gebäude unserer Vereinsraums, digitalisieren und als dreidimensionales, interaktives, begehbares Computermodell nachbauen. Dieses virtuelle Modell wird dann in einem nächsten Schritt in die Erweiterte Realität (Augmented Reality, AR) überführt, so dass echte Menschen im realen UTZ mit einem geeigneten Anzeigegerät (z.B. Handy) digitale Zusatzinformationen zu dem Ort abrufen können, an dem sie sich gerade befinden, wie z.B. Öffnungszeiten, Angebote oder auch eine Navigation durch die Flure des UTZ zum Signo-1-Saar Vereinsraum.

Im vergangenen Jahr haben wir zudem Einsteiger-Konzepte entwickelt, um insbesondere Kinder und Jugendliche, die sich mit der Nutzung von digitalen Geräten wie Handys bereits bestens auskennen, an diese recht anspruchsvolle Technik heranzuführen, indem wir ihnen einen spielerischen Einstieg in die Programmierung und Entwicklung bieten und in ihnen dabei gleichzeitig das Interesse und den Ehrgeiz wecken, Probleme zu lösen, eigene Ideen zu entwickeln und diese Ideen auch zu neuen Produkten umzusetzen.

Hierbei beginnen wir mit dem Programmieren von kleinen Computerspielen oder dem Bauen von computergesteuerten Roboter-Modellautos. Die Technik die wir dabei verwenden ist jedoch im Gegensatz zu den aus vielen Schulen bekannten Lego Roboter nicht auf reines Spielzeug beschränkt.

  • Die Hardware zum Bau der Roboterautos basiert auf einer offenen Technik, die später genauso gut dazu benutzt werden kann, mobile digitale Produkte für das sogenannte Internet der Dinge, zur Hausautomation bis hin zum autonomen Fahren oder sogar autonomen Fliegen zu entwickeln.
  • Unsere Programmierung, die mit einem System startet, das bereits vier- bis fünfjährige Kinder bedienen können, lässt sich auf dieser Basis weiter entwickeln bis hin zur Programmierung von Handy Apps und anderen mobilen Anwendungen

Zur konkreten Umsetzung unserer Planung starten wir ab dem Frühjar 2019 zuerst die folgenden zwei Projekte im Rahmen der Initiative „Digitalisierung verstehen, gestalten und gewinnbringend nutzen“:

  • Roboter bauen, programmieren und verbessern
  • „Scratch the Word“, oder auf Deutsch „Kratz‘ es weiter“

Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auf den entsprechenden Projektseiten

Treffen der Generationen

Auch wenn sich unsere Konzepte scheinbar vordringlich an Kinder und Jugendliche richten, würden wir uns sehr freuen, Personen jeden Alters auf die neue Technik neugierig zu machen. Denn bei unseren Projekte können wir auch ältere Helfer sehr gut gebrauchen:

  • Das Suchen und Umsetzen von Problemlösungen im (englischsprachigen) Internet erfordert fortgeschrittene Kenntnisse älterer Jugendlicher.
  • Und selbstverständlich können die Konzepte, mit denen wir Grundschulkinder an die Programmierung heranführen, auch von Senioren sehr gut benutzt werden. Hier kann insbesondere eine mögliche doppelte Sichtweise von Alt und Jung besonderer Erfolge bringen.
  • Das Bauen von Roboter-Modellen ist nur ein erster Schritt mit einer Technik, deren Anwendungsmöglichkeiten nahezu grenzenlos sind. Miniaturrechner der Art eines Raspberry Pi sind auf dem Gebiet der Automatisierung und der digitalen Unterstützung des Alltags etwas, das einer eierlegenden Wollmilchsau recht nahe kommt. Auf Basis dieser Technik lassen sich Ideen und Anwendungen finden, die für Techniker, Bastler oder Heimwerker jeden Alters interessant sind.
  • Der Sprung von der Spielzeug- zur Hausautomation (Garagentor-, Rollladen-, Heizungs- und Lichtsteuerung) ist vor allem für Erwachsene interessant.

Aus diesem Grund laden wir ganz besonders auch Erwachsene und Senioren ein, sich zusammen mit den Kindern an die Automatisierungstechnik oder Software-Entwicklung heran zu wagen. Durch die Zusammenarbeit und die unterschiedlichen Blickwinkel können alle Teilnehmer profitieren.

Angebote speziell für Senioren

Unabhängig von diesen Jugendprojekten plant der Ideenclub signo-1-saar e.V. auch spezielle Angebote für Senioren, die sich bereits mit Digitaltechnik (Computer, Handy, Tablets; aber auch Digital-TV) befassen und diese Technik besser verstehen oder gewinnbringender anwenden wollen, oder die hierzu einfach noch Fragen haben.

Die Themen, zu denen wir in kürze Vorträge, Seminare oder Kurse anbieten wollen, umfassen z.B.

  • PC und Handy sicher machen gegen Viren und Würmer
  • Neuen Medien: E-Books, Digitale Tageszeitung auf dem Tablet
  • digitale Fernseh- und Übertragungstechnik, Video-on-Demand, Streaming
  • Homebanking und Online-Behörden
  • Telemedizin, Notfallknopf, Ferndiagnose, Arzneibestellungen
  • Smart Home, Heizungsteuerung, „intelligentes Haus“, Sicherheitstechniken

Weitere Informationen zu den Senioren-Projekten finden Sie in Zukunft auf den entsprechenden Projektseiten, sobald die detaillierte Planung fertig ist.

Bleiben Sie in Kontakt

Neue Angebote und Projekte finden Sie auf unserer Homepage www.signo-1-saar.de . Oder Sie hinterlassen uns Ihre Adresse (für einen E-Mail Newsletter), damit wir Sie über neue Termine informieren können.

Ansprechpartner für Ihre Fragen sind:

Jugend-Projekte: Senioren-Projekte:
Martin Müller, Vorsitzender
Poststraße 26, 66649 Oberthal
Tel.: 06851-9779997
martin.mueller@signo-1-saar.de
Karl-Josef Schuhmann, Ehrenvorsitzender
Trierer Straße 31, 66640 Namborn
Tel.: 06851-4493
kj.schuhmann@signo-1-saar.de